Sonntag, 3. November 2013

Zusatzinfos

Wer Lust auf mehr Bilder und Informationen aus einem etwas anderen Blickwinkel hat, kann mal auf Rebekkas Blog unter www.mwanga13-14-de.webnode.com/ schauen. Da sind auch viele Bilder von unserer Einsatzstelle drin.

Samstag, 2. November 2013

Die ersten Bilder

Unsere Küche
Tag in Moschi (Rebekka und ich)

Strandtag am Baharibeach mit den andern Freiwilligen
Mein neues Zuhause

St Teresa of Avila Girls Secondary School
Mein Ausblick auf dem Schulweg
Die Schulmädels und ich

Willkommen in der Einsatzstelle

Am Montag, den 14.10.2013 erfuellte sich unser sehnlicher Wunsch endlich die Koffer auspacken zu duerfen, denn wir reisten weiter in unsere Einsatzstellen. Zusammen mit 11 weitern  Freiwilligen die alle im Norden arbeiten sowie unserem Mentor Bwana Roman fuhren wir gegen 6 Uhr morgens los. Rebekka und ich hatten das Glueck, dass wir bereits nach ca. 7,5 Stunden Fahrt mit dem Ueberlandbus in unserer Stadt angekommen waren. Dort wurden wir zusammen mit Laura, einer Freiwilligen die ebenfalls in Mwanga arbeitet, von zwei unserer Schwestern empfangen. Diese schnappten sich uns und unser Gepaeck und ab gings mit dem Landcruiser erst zu Lauras neuem Zuhause und dann zu unserem.
Schon der erste Eindruck war super, da die Schwestern megalieb sind und auch das Haus wirklich wunderschoen ist. Rebekka und ich haben dort zusammen ein kleines Zimmer sowie einen Waschraum und ein Sitzklo :) Fliessend Wasser ist Glueckssache aber Strom gibt es durchgehend. 
Wir wohnen zusammen mit der Oberschwester Maria, Schwester Devota und  Schwester Eugenia welche alle super Englisch sprechen. Ausserdem gibt es noch die Haushaltshilfe Mama Anna die nur Kiswahili spricht.
Nach unserer Ankunft und der “Juicytime” bei der es einen selbstgemachen Saft aus einer Passionsfrucht gab hatten wir erstmal Zeit uns einzurichten und anzukommen.  Dannach wurden wir mit einem koestlichen Abendessen verwoehnt.
Das Essen bei den Schwester ist sowieso ein reiner Genuss.
Zum Fruestueck gibt es Weissbrot mit Honig, sowie Obst und manchmal Eier. Getrunken wird dazu schwarzer Tee mit Milch und Ingwer der wiklich superlecker ist. Abends gibt es dann abwechselnd Kartoffeln, Nudeln, Ugali (Maisbrei), Reis, Bohnen oder Chapati (Pfannkuchen) sowie Gemuese wie z.B. Gurke Tomate, Spinat oder Aubergine und dazu Fleisch oder Fisch. Die Vorspeise besteht aus einer selbstgemachten Suppe.
Zusatzlich steht immer ein gefuellten Obstkorb bereit. Das Sortiment besteht aus Orangen, kleinen Bananen, der Frucht Passion, Wassermelonen oder auch einer kleinen gruenen Frucht aus dem Garten. Dazu trinken wir abends oft Lemongrastee sowie unseren superleckeren ;) Malariaprohylaxetee.
Nachmittags essen wir in der Schule entweder Ugali oder Resi mit Bohnen. Zur Fruehstueckspause gibt es immer eine Art Hefezopf und dieses Gebaeck schmeckt wirklich total lecker.

Doch wir sind hier nicht nur am Essen sondern auch am Arbeiten. Gleich am Dienstag nach unserer Ankunft besuchten wir die St. Teresa of Avila Girls Secondary School Mwanga. Hier leben und lernen ca. 500 Schuelerinnen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren zusammen. Diese sind in insgesamt 5 Klassenstufen a 2-3 Klassen unterteilt. In einer Klasse sitzen 45-60 Schuelerinnen (Ausser in der 5. Klasse, da sind es nur 6). Die Maedles wohnen hier zu 16 in einem Zimmer und tragen alle die gleiche weiss-graue Schuluniform. Fuer tansanische Verhaeltnisse ist diese Schule wirklich super, denn es gibt Laboratorien fuer die Naturwissenschaften, eine gut sortierte Bibliothek sowie unseren Computerraum mit 25 (davon 19 funktionsfaehig) Computern. Doch die Tatsache, dass die Maedchen keinerlei Privatsphaere haben, die Lehrer dauerhaft mit Rohrstoecken ausgeruestet sind und die Maedchen fast immer das gleiche zu Essen bekommen ist fuer uns schwer nachzuvollziehen.
Zwei von unseren Schwestern sowie einige weitere Schwestern und ca. 25 Lehrerinnen und Lehrer sind hier angestellt.
Die Schule ist ca 1km von dem Haus der Schwestern entfernt und auf diesem Schulweg koennen wir wenn es nicht allzu wolkig ist den Kilimanjaro sehen :)
Unsere Aufgaben bestehen darin in allen Klassen 2 Stunden Computerunterricht pro Woche zu geben sowie das Spiel- und Sportprogramm am Donnerstag Nachmittag zu begleiten. Moeglicherweise werden wir ab Beginn des naechsten Schuljahres (Januar) teilweise auch noch Mathe und Englisch unterrichten.

Bevor es jedoch jeden morgens los in die Schule geht wird erst einmal die Fruehmesse besucht. Diese beginnt um 06.15 Uhr was uns zum Aufstehen um 5:30 Uhr zwingt. Auf der Rueckfahrt nehmen wir oft noch 14 Menschen im Auto mit obwohl dieses glaube ich fuer max. 10 Leute ausgelegt ist. Doch der Tag beginnt hier nicht nur mit einer Messe sondern er wird auch durch eine Gebetsrunde abgeschlossen. Zwischen 18:00 und 18:30 Uhr treffen sich die Schwestern um noch einmal eine Weile zu beten.
Diese beiden Veranstaltungen sind fuer uns zwar keine direkte Pflicht doch es freut die Schwestern sehr, wenn wir daran teilnehmen. Die Sonntagsmesse jedoch ist fuer jeden Tansanier ein Muss. Letzten Sonntag feierten wir die Messe zusammen mit den Schuelerinnen in der Schule. Dies war bereits unsere zweite Messe hier, da wir  unter der Woche schon an einer Messe teilgenommen hatten. Abgesehen von der staendigen Knieerei sind diese Gottesdienste wirklich wunderschoen.
Die Maedchen haben einfach bezaubernde Stimmen. Die Gesaenge werden nicht, wie bei uns, von der Orgel begleitet sondern von Trommeln die gleich mal ein bisschen Schwung in die Bude bringen. Es schaemt sich auch niemand im Gottesdienst mal ein bisschen zu den Liedern mitzutanzen. Allein diese Musik ist ein wikliches Hightlight :)

Tja und wenn wir nicht in der Schule sind oder in diversen Messen dann wird zu Hause viel ausgeruht oder den Schwestern geholfen. Wir haben auch schon  unsere erste Handwaesche betrieben, welche nach anfaenglichen Kommunikationsschwierigkeiten mit Mama Anna auf Kiswahili doch ein voller Erfolg war. Ausserdem haben wir schon den Markt besucht auf dem man alle Farben des Regenbogens findet. Sei es im Warenangebot oder in den Gewaendern der Frauen. Letzten Montag haben wir zum ersten Mal den Chor besucht und das war auch ein Erlebnis, da die Frauen und Maenner ohne Einsinguebungen in jegliche Tonlagen kommen und so mega laut singen, dass man sich selbst kaum mehr hoert. Aber ers hoert sich so toll an :)
Neben der Musik als Hightlight zaehlt zu unseren Lieblingsbeschaeftigungen hier in Tansania auch das Pikipiki fahren. Das sind Motorradtaxis die einen fuer umgerechnet 50ct ohne Helm mit 30-40 km/h ueber die hubblingen Pisten tragen.
Als Rebekka und ich am Montag vom Chor heimgefahren sind (zu 3. auf einem Montorrad) und uns der Wind so um die Ohren geweht ist und gerade hinter dem Kilimnajaro die Sonne untergegangen ist war das schon einer der schoensten Momente hier.

Abschliessend kann ich sagen, dass es mir hier wirklich gut geht. Schwester Devota meinte ganz zu Beginn zu uns “Ihr habt heute beide Geburtstag, denn ihr werdet als neue Kinder Afrikas geboren” und das stimmt wirklich. Die Menschen sind so freundlich und zuvorkommend, dass man sich sofort superwohl fuehlt. Egal wen man auf der Strasse trifft, alle gruessen nett und erkundigen sich mit “ Habari?” nach dem Wohlergehen. Ich glaube die Maedels hier in der Schule lieben uns und haben uns sofort als ihre neue Teachers aber auch ihre neuen Freundinnen angesehen. Und auch die Schwestern tun wirklich ihr Bestes, dass wir uns hier wir zu Hause fuehlen koennen.

Fuer euch alle eine ganz riessige Portion tansanische Sonne und ganz liebe Gruesse vor allem an meine tolle Familie, meinen Geldspenderkreis, gder mir das hier ermoeglicht hat und meine Freunde auf die ich mich jetzt schon ganz dolle freue :)

Erste Eindrücke und die Zeit im Agapecenter

So, nachdem die erste Version meines Blogeintrages gleich mal in den Tiefen unseres Computers verschwunden ist und nicht mehr auffindbar war hoffe ich nun hiermit euch zu Hause an meinen ersten 4 Wochen hier in Tansania teilhaben zu lassen.

Begonnen hat mein Abenteuer am 08.10.2013 gegen 22.00 Uhr am Frankfurter Flughafen, als ich mit 100 Gedanken im Kopf und 32 anderen Freiwilligen sowie unserer Betreuerin Brigitte in eine Maschine der Ethiopian Airlines stieg.
      Wenn auch der Abschied zu Hause von Freunden und Familie sicher nicht leicht war ueberwog doch die Vorfreude. Nach ca. 7 Stunden Flug bei dem wir Europa und einen Teil Afrikas hinter uns liessen atmeten wir um ca. 6.00 Uhr morgens Ortszeit die erste afrikanische Luft ein. Allein der Flughafen in Addis Abeba (Hauptstadt Aethiopiens) zeigte uns, dass wir nun in einer anderen Welt gelandet waren. Dort verbrachten wir ca. 4 Stunden mit Warten und hoben dann noch einmal fuer 2,5 Stunden vom Boden Richtung Dar es Salaam, der Hauptmetropole Tansanias, ab.
Dort angekommen schlug uns erstmal die Hitze ins Gesicht und wir warteten fuer deutsche Verhaeltnisse ziemlich lange auf unsere Touristenvisa. Als wir dann schliesslich alle durch die Passkontrolle durchwaren ueberschatteten die Euphoriegefuehle, dass auch noch alle Koffer vollstaendig und heil angekommen waren, jegliche Muedigkeit und Schweissausbrueche.
Vor dem Flughafen wurden wir von Mama Gloria und Bwana Roman, die wir schon auf dem Sprachkurs kennen lernen durften, und zwei andern Mitgliedern des Agapecenters mit Rosenstraeussen und Umarmungen herzlich in Empfang genommen. Anschliessend wurden wir und unser Gepeack in Kleinbusse verfrachtet um dann in ca. 1,5 Stunden im Agapecenter anzukommen.
Das Agapecenter ist die Partnerorganisation der Caritas und stellt eine Glaubensgemeinschaft mit ca. 25 Mitgliedern dar, welche dort wohnen und arbeiten.
Um dort hinzugelangen durchkreuzten wir die Vororte Dar es Salaams und wurden von den Bildern die am Busfester vorbeizogen regelrecht umgehauen. Rechts und links standen winkende Menschen und Kinder die auf uns zeigten und “Mzungu” das heisst so viel wie Europaeer riefen. Kleine Laeden in denen jeder irgendetwas verkauft sowie dutzende unfertige Haeuser saeumten die holprigen Strassen. Doch die Ware nur in den Laeden zu verkaufen waere ja langweilig gewesen uns so standen Betten auf der Wiese rum, Hosen hingen im Zaun und Badeanzuege in den Baeumen. Dazwischen leuchteten kleine Feuer auf, da der ganze Muell ja auch irgendwie beseitigt werden muss. Der Zustand sowie der Verlauf der Strasse grenzte an eine Achterbahn .Oft ging es so steil bergauf oder bergab, dass man Angst hatte gleich wieder den Berg runterzurollen oder in ein Haus am Strassenrand zu krachen.
Doch wir hatten einen guten Fahrer der uns sicher am Strassengraeben, ca. 5 cm neben unserem Bus, und an den Huehnern die andauernd ueber die Strasse rannten vorbeibalancierte. Im Agapecenter angekommen wurden wir wieder mit Jubel, Gesang und herzlichen Umarmungen empfangen.
Nach dem ersten Abendessen und der damit verbundenen Vorstellung unsererseits fielen wir hundemuede in unsere Betten im Gaestehaus.
Die weiteren Tage verbrachten wir damit unseren Mentor kennen zu lernen und all die neuen Eindruecke zu verarbeiten, was bei mir bis heute nicht vollstaendig gelungen ist.
Ausserdem goennten wir uns einen wunderschoenen Strandtag am Indischen Ozean mit superleckerem All-you-can-eat Buffet.
Den Samstag verbrachten wir damit uns durch den Strassenverkehr von Dar es Salaam zu schlaengeln um dort eine erste Kitenge oder Kanga (multifunktionale, wunderschoene Stoffstuecke die als Schuerze , Rock, Tischdecke...genutzt werden) sowie eine neue Simkarte, dessen Erwerb mit ca. 1,5 Stunden Wartezeit verbunden war, zu ergattern.
Und apropos Strassenverkehr, der ist in Tansania ein Kapitel fuer sich.
Ausser der Regel “ Der Staerkere gewinnt” gibt es im Grunde keine Verkehrsvorschriften. Zwar wird auf der linken Seite gefahren ueberholt wird jedoch wo gerade Platz ist. Die Hupe ersetzt Blinker und Bremspedal und bedeutet so viel wie “ Ich fahre jetzt, ohne Ruecksicht auf Verluste”. Neben den zahlreichen PKWs ist die Strasse voll von Kleinbussen (Dalladallas) aus deren Tueren aus Platzproblemen meist 1-3 Menschen raushaengen. Zusaetzlich gibt es haufenweise Motorraeder und motorisierte Dreiraeder welche den Platz zwischen den Autos, Busse und LKWs ausnutzen. Auf den Daechern dieser LKWs entdeckt man teilweise noch diverse Tiere welche wohl sonst nirgends Platz fanden. Und wo jetzt noch Platz ist tummeln sich Menschen die einem durch die Fenster diverse Lebensmittel oder andere Dinge verkaufen wollen.
Aber scheinbar scheint diese Taktik irgenwie zu funktionieren denn wir haben keinen Verkehrsunfall gesehen und sind auch selbst gut wieder im Agapecenter angekommen. Dort verbrachten wir den letzten Tag mit einer dreistuendigen Messe, welche leider auf Kiswahili war und deshalb fuer uns ziemlich unverstaendlich, jedoch so von Elan und Leben gefuellt war, dass sie mir immer im Gedaechtnis bleiben wird. Ausserdem hatte das Agapecenterteam eine kleine Abschiedsparty mit Soda und gegenseitigen Danksagungen vorbereitet welche wirklich ein schoener Abschluss der letzten Tage war.

Dienstag, 8. Oktober 2013

Aufbruch

30 Kg
So, nach langer Vorbereitung, ewigem hin und her packen und Rucksack wiegen und nach vielen schmerzlichen Abschieden ist es jetzt endlich soweit:
Heute abend um ca. 22.00 Uhr werde ich in den Flieger steigen und hoffentlich morgen Nachmittag sicher in Dar es Salaam ankommen.
Wie das glaube ich für solche Situationen üblich ist mache ich mich mit gemischten Gefühlen heute auf die Reise. Einerseits die pure Vorfreunde und die Ungleduld und andererseits der Abschied und die Gewissheit, dass man vielen tolle Menschen jetzt eine Weile nicht mehr sehen wird sowie die Unsicherheit vor dem Ungewissen.
Doch Alles in Allem fühle ich mich jetzt auch durch das tolle Vorbereitungsseminar gut vorbereitet und bin bereit in Afrika voll durchzustarten :)
Und für alle die sich gerne mal per Post bei mir melden wollen hier meine Postanschrift:

St. Teresa of Avila Secondary School
P.O. BOX 26
Mwanga- Kilimanjaro
Tansania

und jetzt bleibt nur noch zu sagen kwa heri, munga awabariki (Auf Wiedersehen, Gott segne euch)


Montag, 23. September 2013

Maugi Bilder

Kanutour auf der Enz

Freizeit Kids und Betreuer nach erfolgreicher Ankunft

Maugiübernachtung mit Lagerfreuer

MisterX wird gefasst und abgeführt

Samstag, 21. September 2013

Die Maugi-Zeit

"Hallo Hallo !!"
(jedes Maugi Kind würde jetzt ganz laut "Hier" schreien und dann hoffentlich mucksmäuschen still sein :) )

Jetzt, ca. 2 Monate seit meinem letzten Eintrag kann ich sagen, dass ich auf 8 wunderschöne, lehrreiche und sehr lustige Wochen zurückblicke.

Begonnen hat meine Praktikumszeit mit einem ganz großen Sommerferienauftacktfest mit Kindern von 3 verschiedenen Abenteuerspielplätzen am ersten Ferientag.
In der ersten Ferienwoche waren im Mauga Nescht der Hüttenbau sowie das Basteln von nützlichen Werkzeuggürteln auf dem Programm. Da das Wetter so genial war durfte die Wasseraction im eigenen Pool und auf der Wasserrutsche natürlich auch nicht fehlen. Außerdem gab es parallel einen Trickfilmworkshop mit einigen Kindern, welcher am Ende der Woche einen wirklich tollen Film  auf die Leinwand projizierten.
Nachdem die handwerklichen Fähigkeiten der Kinder sowie der Betreuer in der ersten Woche auf die Probe gestellt wurden waren nun Kraft und Ausdauer an der Reihe den es hieß: "Herzlich Willkommen zur Action-Woche".
Diese 5 Tage waren geprägt von Ballaction, Bogenschießen und dem alljährlichen, spektakulären BMX Rennen auf der selbstgebauten BMX Bahn.
Außerdem war am Mittwoch ein Kanuausflug auf der Enz geplant. So durfte ich mit insgesamt 7 Kindern und 4 Betreuern in 4 Booten einen nassen, sehr aufregenden aber auch lustigen Tag verbringen.
Doch auch nach der Action- Woche ebbte die Action nicht ab, denn jetzt ging es um Rekorde, Rekorde, Rekorde. Die Disziplinen reichten vom schmerzhaften "Wer hat die meisten Wäscheklammern im Gesicht" über das schwindelerregende "Wer schafft beim Kistenklettern die meisten Kisten" bis hin zum entspannten "Welcher Tisch ist beim Mittagessen am leisesten". Aber auch im Größte-Kaugummiblase-machen, Rekordverstecken oder Speedrutschen wurden tagtäglich Rekorde gebrochen
Ferienwoche 4 stand unter dem Motto "Graffiti". Das bedeutete kreative Köpfe beim T-Shirt besprühen oder gar beim neudesignen des Bauwagens.
Auch in dieser Woche gab es wieder einen tollen Ausflug diesmal ohne lange Autofahrt sondern direkt nach Stuttgart in die U-/ und S-Bahnhöfe. Es ging um die Jagt des gefürchteten Mister X welcher den Zahlencode des Tresors verstellt hatte. Die Kinder bekamen alle 20 Minuten eine Nachricht per SMS an welcher Haltestelle sich der Gangster befindet und mussten dann mit Taktik und Glück in die Richtigen Bahnen einsteigen. Obwohl die Rekorde Woche ja vorbei war wurde Mister X in Rekordzeit geschnappt und abgeführt.
Nach all dieser Aufregung war die nächste Woche berechtigt als "Urlaub im Maugi" auf dem Programm. Konkret war darunter die Herstellung von selbstgemachtem Speiseeis sowie fruchtigen Smoothies zu verstehen. Doch für mich war der Urlaub nur von kurzer Dauer, denn am Dienstag gings auf die Sommerfreizeit nach Creglingen. Ca. 15 Kinder und 7 Betreuer waren bereits am Montag aufgebrochen, benötigten bei der Kanutour jedoch noch Unterstützung. So hatte ich auch die Möglichkeit ein bisschen Freizeitluft zu schnuppern und einen gemütlichen Abend am Lagerfeuer und eine fast noch spektakulärere Kanutour auf der Tauber zu erleben.
Zurück auf dem Maugigelände stand das nächste Highlight an –Die Übernachtung. Werwolfspiele, Lagerfeuer, Stockbrot und Schlafen unter freiem Himmel machten diese Übernachtung zu einem echten Höhepunkt der Maugizeit.
Nach dieser spektakulären Woche war jetzt echter Urlaub angesagt und so verbrachte ich die 6. Ferienwoche nicht im Maugi sondern in Dänemark um dann die letzten 2 Praktikumswochen noch mal voll durchzustarten.
Die ersten 2 Schulwochen waren im Großen und Ganzen weniger spektakulär als die Ferien, da die Kinder meist erst um 16.00 Uhr aus der Schule kamen. Doch auch in diesen 10 Tage ging es teilweise ganz schön ab. Ob mit 40 aufgedrehten 3. Klässlern auf einem Haufen oder bei dem Einweihungsfest der neuen U12 bei der wir einen Spielstand hatten, es war immer was los.

Was diese Zeit für mich so unveregsslich gemacht hat war einerseits die Abwechslung des Programmes und die Tatsache, dass es mir oft nicht wie Arbeit vorkam weil ich selbst so viel Spaß hatte :) Andereseits auch das Arbeiten mit Kindern, die aus einem anderen Umfeld kommen wie ich selbst die einem aber so unglaublich schnell ans Herz wachsen und die man in der einen Sekunde am liebsten auf den Mond schießen möchte aber kurze Zeit später schon wieder mit ihnen lacht. Zusätzlich habe ich mich in dem Betreuerteam wirklich wohl gefühlt auch wenn die Besetzung fast täglich gewechselt hat haben doch alle an einem Strick gezogen.

Mein Dank gilt allen Hauptamtlichen und Ferienhelfern ohne die so eine tolle Einrichtung wie das Maugi niemals zustande kommen könnte aber auch den Kindern, die sich jeden Tag neu auf den Weg machen und die ganze Gemeinschaft bereichern.

Doch neben dem Maugi durften die Tansaniavorbereitungen natürlich auch nicht zu kurz kommen. Ob durch Einkaufstouren, Arztbesuche oder wichtige Gespräche ich bin auf jeden Fall auf dem Weg Richtung Abflug.

Bis bald und "Maugi isch aus!"

Anna :)


PS: Ach ja und noch ganz wichtig: Infos übers Maugi, das Team, das Programm und alles andere wichtige gibts hier:
http://www.maugi.de/  und/ oder
 https://www.facebook.com/pages/Mauga-Nescht/282934881793944?ref=ts&fref=ts